Zahnfüllung gegen Karies

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Zahnfüllung gegen Karies – Wenn Zahnlöcher versiegelt werden müssen

Ist euch das auch schon mal passiert?

An einem schönen Mittwochmorgen im Spätfrühling dieses Jahres fand ich mich auf dem Weg zu meinem nächsten Kontrollbesuch beim Zahnarzt wieder. Obwohl ich generell kaum Probleme mit meinen Zähnen gehabt und diese Besuche immer prozedurlos bestanden habe, überkommt mich jedes Mal dennoch ein mulmiges Gefühl. “Vielleicht ist es heute an der Zeit für den Bohrer? Na hoffentlich nicht …” dachte ich mir noch als ich das Wartezimmer betrat und mir ein Hauch des typischen Zahnarztpraxisgeruchs in die Nase stieg. Beide Daumen drückend wartete ich dann bis ich aufgerufen wurde und setzte mich so “entspannt” wie möglich in den Untersuchungssessel. Nach einer gründlichen, rund 10-minütigen Untersuchung teilte mir mein Zahnarzt sein Fazit mit: “Im Großen und Ganzen kaum eine Veränderung vom letzten Mal – mit einer kleinen Ausnahme. Der rechte untere Backenzahn zeigt einen leichten Kariesbefall an und wird wohl eine kleine Füllung brauchen.” Oh nein, ich hatte es schon kommen sehen …


Zahnarzt und Patientin schauen sich ein Röntgenbild an


Was ist eine Zahnfüllung?

“Keine Bange. So eine Zahnfüllung ist eine sehr einfache Angelegenheit, die wir ganz ohne Schmerz und Komplikationen im Nu hinkriegen.” sagte mir der Zahnarzt beschwichtigend als es meinen besorgten Gesichtsausdruck sah. Zahnfüllungen (auch Plomben genannt) sind notwendig um Löcher in von Karies befallenen Zähnen nach einer gründlichen Säuberung wieder aufzufüllen um eine Verschlimmerung der Erkrankung oder gar einen Zahnverlust zu vermeiden. Um einen Zahn für eine erfolgreiche Füllung vorzubereiten, muss der Zahnarzt zuallererst die zerstörte Zahnsubstanz mit dem Bohrer entfernen um die verbleibende Kavität (das Zahnloch) gründlich zu reinigen. Danach wird der Zahn mit metallischen oder nichtmetallischen Werkstoffen versiegelt um eine erneute Infektion zu vermeiden. Die ganze Prozedur erfordert normalerweise nur eine Sitzung. Heutzutage gibt es verschiedene Materialien, die für eine Zahnfüllung verwendet werden können aber die zwei am häufigsten verwendeten sind Amalgam und Kunststoff.

Amalgamfüllung – Ein Gemisch aus Silber, Kupfer, Zinn und Quecksilber, das seit über 100 Jahren von Zahnärzten verwendet wird und auch heute noch das am häufigsten eingesetzte Füllmaterial für Zähne ist (besonders für jene im nicht sichtbaren Mundbereich).
  • Vorteile: Langlebigkeit (10+ Jahre), gute Kaubeständigkeit, geringe Allergenität
  • Nachteile: Unästhetische silber-graue Farbe, potenziell toxischer Quecksilbergehalt
Kunststofffüllung – Besteht aus einer Mischung mehrerer Substanzen, wie zum Beispiel feine Glaspartikel, Kieselsäuresalz, und Methacrylaten, die sich den Farbtönen der vorhandenen Zahnsubstanz anpasst und daher immer häufiger eingesetzt wird (besonders im sichtbaren Mundbereich).
  • Vorteile: Ästhetische weiße Farbe
  • Nachteile: Kürzere Haltbarkeit (4-8 Jahre), erhöhte Aufbissempfindlichkeit, kann allergische Reaktionen hervorrufen
„Sieht aus als ob ich mich zwischen hoher Haltbarkeit mit silberner Farbe und niedrigerer Haltbarkeit mit weißer Farbe entscheiden muss. Habe ich denn überhaupt irgendwelche anderen Optionen?“ fragte ich meinen Zahnarzt.

Zahnkrone steht unter Angriff

 

Was sind die Alternativen für eine Zahnfüllung?

Ein sogenanntes Inlay wäre eine potenziell mögliche Alternative aber ich würde sie hier nicht anraten, da der Kariesbefall in Ihrem Fall vergleichsweise gering ist.“ empfahl mir mein Zahnarzt. Inlays (auch Füllungseinlagen genannt) können entweder aus Goldlegierungen oder aus Porzellan bestehen und sind eine gute Option um größere Zahnlöcher zu versiegeln. Inlays haben eine recht lange Lebensdauer (10–15 Jahre oder gar lebenslang) und sind, falls aus Porzellan gefertigt, auch von einem ästhetischen Standpunkt aus sehr praktikabel. Um für ein Inlay geeignet zu sein, müssen die Wände eines Zahnes jedoch eine gewisse Mindeststärke haben – ansonsten könnte der Zahn unter dem Kaudruck brechen. Außerdem ist ein Inlay eine recht teure Angelegenheit und kann je nach Material und Behandlungsumfang bis zu EUR 3,000 pro Zahn kosten. „Verstehe – ein Inlay ist also keine gute Idee. Na gut, dann zurück zur Zahnfüllung. Wieviel wird eine denn kosten?“

Wieviel kostet eine Zahnfüllung?

Die genauen Kosten einer Zahnfüllung hängen von vielen Faktoren wie zum Beispiel vom behandelten Zahn, dem Behandlungsumwand und, größtenteils, vom verwendeten Material ab.
  • Amalgamfüllung – Kann zwischen EUR 20 und EUR 40 kosten und wird zu 100% von österreichischen Krankenkassen übernommen.
  • Kunststofffüllung – Kann zwischen EUR 60 und EUR 200 kosten und wird von österreichischen Krankenkassen nur dann übernommen wenn sie an sichtbaren Zähnen (Schneide- und  Eckzähne) eingebracht wird oder wenn ein Patient allergisch auf andere Füllstoffe (z.B. Amalgam) reagiert.

Um Zahnfüllungen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, dann doch für Patienten erschwinglich zu machen, gibt es potenziell die Möglichkeit eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. “Ein recht großer Kostenunterschied zwischen den 2 Optionen ist da also. Aber ich habe ja nur ein Lächeln – also dann mal grünes Licht für eine Kunststofffüllung.” sagte ich zu meinem Zahnarzt und war nur kurze Zeit später mit einem professionell versorgten Zahn schon wieder auf den Beinen.

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Alles Gute & bis bald, Ace!






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